Für richtiges Deutsch
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Schon lange bemängele ich, dass unsere Sprache immer mehr in Wort und Schrift verkümmert. Falsche Rechtschreibung und Interpunktion sind da fast harmlose Varianten. Da kamen vor einiger Zeit ein Bastian Sick (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) und ein Wolf Schneider (Deutsch!) gerade richtig, um auf erstaunlich viele Unkorrektheiten aufmerksam zu machen, die uns täglich »um die Ohren gehauen werden«. Ich möchte nicht den »Oberlehrer« spielen. Ich möchte auch keine Dialekte mit ihren so gewachsenen Eigenheiten angreifen. Ebenfalls habe ich Verständnis für so nicht gewollte Schreibfehler. Versprecher in Radio und TV beruhen oft auf mit zu wenig Überlegung und zu schnell herausgebrachten Sätzen. Auch das kann ich verzeihen, zumal ich in diesem Fall über viele Kuriositäten lachen kann. Aber wenn Worte, schon unbewusst, immer wieder falsch eingesetzt werden, kann ich das so nicht unwidersprochen hinnehmen. Ich möchte hier in kurzer Form einige Beispiele nennen, die so, täglich, zum Teil mehrfach, zu hören sind, auch bei Fernseh- und Radiosendern, von denen man glaubt, deren Redakteure und Moderatoren könnten unsere Sprache richtig interpretieren und aussprechen.

Ich beginne mit einer heute großen »Mode«: Kurzer Vokal, wo ein langer hingehört. Dieser wird, leider sehr oft, falsch eingesetzt.

 
Beispiele:

Telefon
relativ
positiv
defensiv
schon
falsch gesprochen

Tellefon
rellativ
possitiv
deffensiv
schonn
richtig gesprochen

Teelefon
reelativ
poositiv
deefensiv
schoon

Und immer wieder »gern« gesagt (gehört) der Plural von Stadt: die Stätte. Es sind immer noch Steedte, eine Stätte ist nun mal etwas ganz anderes. Ich könnte noch viele Beispiele nennen. Auch laut Duden gibt es keinen Grund, diese Worte mit kurzem Vokal, also falsch, auszusprechen.
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